EBC Systems GmbH

Citrix MetaFrame

Das Zentralisieren von administrativen Tätigkeiten und Ressourcen spart nicht nur Zeit, sondern auch Ressourcen bei Hardware / Software sowie der Administration und somit auch Kosten. Das kann man unter anderem durch den gezielten und effektiv geplanten Einsatz von Citrix MetaFrame erreichen. Mittels der Terminalserver-Technik ist es möglich, dass Benutzer und Administratoren sogar weltweit auf zentrale Terminal-Server-Farmen zugreifen und je nach Benutzerrolle ihre zur Verfügung stehenden Anwendungen nutzen können.


Citrix MetaFrame Terminalserver haben gegenüber herkömmlichen dezentralen Client / Server- Umgebungen mehrere Vorteile.


Man hat die Möglichkeit der zentralen Server-Administration und Serverinstallation ohne auf allen PC’s der Anwender Installationen bzw. Updates oder Patches durchführen zu müssen, wenn man z.B. Thin-Clients oder Linux Clients einsetzt. Somit kann man alle nötigen Konfigurationen und Installationen der Server, die die Anwendungen bereitstellen, zentral von einer verhältnismäßig wenigen Administratoren durchführen lassen.


Es gibt diverse automatische Installationsverfahren, z.B. die Platform Management Suite von der Firma Visionapp, die es ermöglichen, große Terminal-Server-Farmen von mehreren hundert Servern oder 1000 Servern voll automatisiert und in relativ kurzer Zeit zu installieren und konfigurieren. Diese Verfahren bieten zusätzlich den Vorteil, dass alle Server einen einheitlichen Stand haben und bei auftretenden Fehlern einfach per Knopfdruck schnell neu installiert werden können. Bei einer Neuinstallation eines Servers oder mehrerer Server ist auch kein Ausfall zu verzeichnen, da die Server sich durch ein so genanntes Load Balancing die Last der Anwender und Anwendungen gleich auf alle Server-Ressourcen verteilt werden und die zu installierenden Server einfach aus dieser Lastverteilung zu nehmen sind.


Gerade bei Unternehmen die über mehrere Standorte arbeiten bzw. Heimarbeitsplätze anbieten und Büroräume und Leitungskosten sparen möchten, bietet sich eine zentrale Serverlandschaft an. Ein weiterer großer Vorteil ist es, dass alle Hauptapplikationen von einer Umgebung aufrufbar sind und somit viel Leitungstraffic gespart werden kann, da bei einer Citrix MetaFrame Technologie lediglich komprimierte Bildschirminformationen und Eingabe-Peripherie zwischen Client und Server übertragen werden müssen. Als groben Richtwert kann man von ca. 30 KByte / s pro Verbindung ausgehen.


Bei Terminalserver / Citrix MetaFrame Servern ist bei der Betrachtung von Risikoszenarien von folgenden Grundüberlegungen auszugehen:


Ein Terminalserver bedient gleichzeitig eine größere Anzahl von Benutzern, die schnell 50-70 betragen kann. Kommt es zu einem Ausfall eines Servers, sind im Vergleich zum Ausfall einer einzelnen Workstation viele Benutzer statt nur einem betroffen. Zum anderen kann ein Ausfall eines einzelnen Servers in der Citrix MetaFrame Umgebung, in der viele Terminalserver verfügbar sein werden, als relativ geringes Problem eingestuft werden, da den Benutzern jederzeit eine ausreichende Zahl weiterer Server zur Verfügung stehen sollten, wenn die Farm richtig geplant ist.


Daher kann folgender Schluss gezogen werden:


Anwendungen hoher Priorität müssen auf einer möglichst großen Anzahl von MetaFrame Servern zur Verfügung gestellt werden. Die Anzahl der Server selbst richtet sich nach der maximalen Anzahl der Benutzer, die Anwendungen gleichzeitig verwenden werden, dividiert durch die Anzahl der Benutzer pro Server die von einem Server bedient werden können. Zusätzlich sollte man eine gewisse Anzahl an Server zusätzlich bereitstellen, die bei Ausfällen die Lastspitzen abfedern können.


Ein Richtwert ist es unter Windows 2003 mit Citrix Presentationserver 4.0 ca. 50 Benutzer, die gleichzeitig mit Standardanwendungen wie Office-Produkte, Internet-Browser, Mailsystem, sowie den je Unternehmen standardisierten Anwendungen arbeiten. Andernfalls kann es auch Anwendungen geben, die entweder nicht terminalserverfähig entwickelt sind, eine unvorteilhafte Ressourcen-Nutzung haben oder einfach wie viele Java-Anwendungen schlecht programmiert sind. Diese Anwendungen können schnell sehr viel Prozessorlast bzw. Hauptspeicherlast produzieren, so dass sich die Anzahl der gleichzeitigen Benutzer je Server auf 10-20 reduziert, da selbst bei den heutigen leistungsstarken Prozessoren oder dem Einsatz von 4 GB Hauptspeicher auf 32 Bit Systemen physikalische Grenzen erreicht werden. Bei 64 Bit Systemen gibt es z.B. die 4 GB Hauptspeichergrenze und die Non Page Pool Speicherproblematik von max. 255 MB nicht mehr.


Abschließend muss man den genauen Anwendungsbedarf und die zu erwartende Last je Server genau aufnehmen, um entscheiden zu können, ob und in welchem Umfang eine Terminalserver-Lösung in einem Unternehmen aus Kosten-, Risiko- und Qualitätsgründen Sinn macht.

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